Hosp-Weine
Wissenswert

Sulfite im Wein

Die Kennzeichnung "enthält Sulfite" bzw. "enthält Schwefeldioxid" ist nach dem Deutschen Weingesetz eine obligatorische Angabe auf dem Etikett. In den USA müssen Weine, die nach Mitte 1987 abgefüllt wurden, einen Hinweis auf Sulfite auf dem Etikett enthalten. Die entsprechende Regulierung in der EU gilt seit 2005. Die Kennzeichnungspflicht geht darauf zurück, dass Sulfite als "allergen" angesehen werden.
Sulfite entstehen in geringen Mengen (10-30 mg/L) auf natürliche Weise während der alkoholischen Gärung (siehe:alkoholische Gärung) des Weines. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts ist die antimikrobielle sowie die antioxidative Wirkung des Schwefels bekannt. Seit dieser Zeit ist der Zusatz von Schwefel in der weltweiten Weinherstellung fest verankert. Weine haben generell einen Bedarf an Schwefeldioxid zwischen 90-400 mg/L. Schwefeldioxid (SO2) wird dem Wein gasförmig, in wässriger Lösung, als "Schwefelpulver" (Kaliumdisulfit), in Form von Tabletten oder wie früher durch Ausbrennen von Fässern mit Schwefelspänen zugesetzt.
Sulfite ermöglichen, Weine über viele Jahrzehnte lang zu lagern, ohne dass die Weine durch Oxidation komplett "umkippen". Außerdem verhindern sie unerwünschte Nachgärungen in der abgefüllten Flasche bei restsüßen Weinen, da sie Mikroorganismen (wie z.B. Hefen) effektiv an ihrer Arbeit hindern.
Entgegen manchen Meinungen enthalten auch Bio-Weine im Allgemeinen Sulfite.
Es gibt mancherorts Bestrebungen innerhalb der Weltweinbranche, Weine ohne Zusatz von Schwefeldioxid herzustellen. Vereinzelten konventionellen sowie auch Bio-Weingütern gelingt dies mit ordentlichem Erfolg seit einigen Jahren. Der Erfolg ist hauptsächlich der modernen Kellertechnologie zu verdanken. Edelsüße Weine ohne Schwefel herzustellen ist jedoch nicht möglich, da die hohen Restzuckergehalte (siehe: Restsüße) einen optimalen Nährboden für Mikroorganismen aller Art bieten.
Für Schwefeldioxid im Wein existieren nach EG-VO Höchstgrenzen.

Art des Weines EG-Höchstgrenze SO2 gesamt
Rotwein < 5 g/L Restzucker 160 mg/L
Rotwein > 5 g/L Restzucker 210 mg/L
Weißwein & Roséwein < 5 g/L Restzucker 210 mg/L
Weißwein & Roséwein > 5 g/L Restzucker 260 mg/L
Spätlese und vergleichbare ausländische Weine 300 mg/L
Auslese und vergleichbare ausländische Weine 350 mg/L
Beerenauslese und Trockenbeerenauslese, Eiswein und vergleichbare ausländische Weine 400 mg/L

Übersicht europäischer Qualitätsstufen

Deutschland

Italien

Frankreich

Spanien

Portugal

Tafelwein

Vino da tavola

Vin de table

Vino de mesa oder
Vino corriente

Vinho do mesa

Landwein

IGT
(Indicazione Geografica Tipica)

Vin de Pays

 

Vino de la tierra

Vinho regional

QbA
(Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete)

DOC
(Denominazione di Origine Controllata)

Regionale AOC
(Appellation d'Origine Contrôlée)
und VDQS
(Vin Délimité de Qualité Supérieure)

Denominación de Origen

VQPRD
(Vinhos de Qualidade Produzidos em Região Determinada)

Qualitätswein
mit Prädikat

DOCG
(Denominazione di Origine Controllata e Garantita)

Subregionale und kommunale AOC
(Appellation d'Origine Contrôlée)

DOC
(Denominación de Origen Controlada)

DOC
(Denominação de Origem Controlada)


Geschmacksgrad (Wein)

Bei Wein bzw. Schaumwein werden die folgenden Geschmacksgrade unterschieden:

Trocken
Wein mit einem Restzuckergehalt von maximal 9 g/l, wobei der Säuregehalt höchstens 2 g/l niedriger sein darf. Klassisch trocken erlaubt nur 4 g/l Restzucker.
Weine mit einem Restzuckergehalt bis 2 g/l dürfen auf dem Etikett den Schriftzug "Für Diabetiker geeignet" mit dem Zusatz "nur nach Befragen des Arztes" führen.

Halbtrocken
Halbtrockener Wein darf maximal 9 bis 18 g/l unvergorenen Zucker enthalten.

Lieblich
Wein mit süßer Geschmacksausrichtung mit über 18 g/l, bis 45 g/l Restzucker.

Mild
Weine mit einem Restzuckergehalt über 45 g/l.

Schaumwein
dt.: extra herb; franz.: extra brut
Trockenste Variante des Schaumweins. Alternative Bezeichnung: Brut de Brut, brut nature 0 - 6 g/l Restsüße.
dt.: herb; franz.: brut
Schaumwein mit weniger als 15 g/l Restzucker.
dt.: extra trocken; franz.: très sec; engl.: extra dry
Schaumweine mit einem Restzuckergehalt zwischen 12 und 20 g/l.
dt.: trocken; franz.: sec; engl.: dry; ital.: secco asciutto; russ.: suchoye
Schaumwein mit einem Gehalt an Restzucker zwischen 20 und 35 g/l.
dt.: halbtrocken; franz.: demi-sec; engl.: medium dry; ital.: aboccato; russ.: polusuchoye
Restzuckergehalt 35 - 50 g/l.
dt.: mild; franz.: doux; engl.: sweet; ital.: dolce; russ.: slatkoye
Restzuckergehalt über 50 g/l.



Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschmacksgrad_%28Wein%29

Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Wein


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